Historisches

Die Geschichte des Hotel & Restaurant Kranichsberg

Das Hotel Kranichsberg blickt auf eine bewegte und traditionsreiche Geschichte zurück. Bereits 1887 besuchte Theodor Fontane das damals „Gasthaus zum Kranichsberg“ genannte Haus und beschrieb die idyllische Umgebung in seinen Aufzeichnungen. Die erste dokumentierte Betreiberfamilie war Ferdinand Sahm im Jahr 1889, doch das Gebäude existierte vermutlich schon länger.

Hotel

1913 erweiterten Hermann und Erna Günther das Haus zum „Hotel zum Kranichsberg“ und richteten einen Veranstaltungsraum ein. Im Frühjahr 1931 stellte das Hotel seine Räumlichkeiten Georgi Dimitroff für drei Tage zur Verfügung, um dort Schulungen und Treffen abzuhalten. Eine Kegelbahn, die 1926 bei einem Erdrutsch teilweise zerstört wurde, prägte ebenfalls die Hotelgeschichte.

Kranichsberg

Der Kranichsberg selbst hat ebenfalls eine lange und spannende Historie: Der Aussichtsturm wurde 1886 erstmals erbaut, 1945 zerstört und 1961 neu errichtet. Er liegt auf etwa 102 m über dem Meeresspiegel und ist 25 Meter hoch. Während der DDR-Zeit nutzte die Staatssicherheit den Turm zeitweise als Funkstation, sodass er für die Öffentlichkeit gesperrt war. Heute bietet er einen einzigartigen Ausblick über die Umgebung.

Ferienheim

Ab 1958 diente das Gebäude sowohl als Ferienheim für die Leipziger Baumwollspinnerei als auch als Lehrstätte der Hochschule für Ökonomie „Bruno Leuschner“. In den 1960er Jahren wurde die frühere Kegelbahn in ein Verwaltungsgebäude umgebaut. Nach der Wende erfolgte eine umfassende Sanierung, 1994 nahm der Hotelbetrieb wieder auf, und 2014 wurden Restaurant und Veranstaltungsräume unter neuer Pacht modernisiert.

Woltersdorfer Verschönerungsverein

Der Woltersdorfer Verschönerungsverein, gegründet 1884, legte zahlreiche Wanderwege an, viele davon verlaufen noch heute rund um das Hotel. Besonders erwähnenswert ist die historische „Liebesquelle“ am Hang des Kranichsbergs, die früher bis zu 6 m³ Wasser pro Tag lieferte und heute als öffentliche Trinkwasserstelle wiederhergestellt wurde. Ein weiterer historischer Punkt ist „Beckers Höhe“, ein Gedenkplatz zu Ehren des Forstmeisters Franz Becker, der sich im 19. Jahrhundert stark für den Ausbau der Wanderwege einsetzte.

Filmgeschichte Woltersdorfs

Zudem erinnert ein kleines Museum im Untergeschoss des Aussichtsturms an die Filmgeschichte Woltersdorfs, das in den 1920er und 1930er Jahren als „Märkisches Hollywood“ bekannt war. So verbindet das Hotel Kranichsberg nicht nur Gastfreundschaft und Komfort, sondern auch eine lebendige Historie, die Besucher und Gäste bis heute begeistert.
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